Es weihnachtet nicht bei der Telekom

Es weihnachtet offensichtlich nicht bei der Telekom bzw. deren Führungsetage. Skrupellose Geschäftemacherei scheint in diesem Unternehmen ohnehin an der Tagesordnung zu sein, wie man dem Beitrag der Berliner Morgenpost entnehmen kann.

11 Jahre Auftragsspitze? Neben der Bundesagentur für Arbeit das zweite Negative Beispiel innerhalb eines Monats, wie das arbeitmarktpolitische Instrument Leiharbeit missbraucht wurde.

Interessant sind die Gedankenspiele des Managements der Telekom den Willen des Gesetzgebers erneut durch Taktieren zu unterlaufen. Adecco vermittelt dann an Randstad? Den Namen Adecco kann man getrost mit dem Ex SPD Mitglied und ehemaligem Minister Wolfgang Clement assoziieren. Verwunderlich das die SPD zu dem Treiben ihres ehemaligen Superministers schweigt, denn steht das nicht den vorgeblichen Werten der Partei entgegen?

Es gibt sicherlich noch zahlreiche andere Beispiele aus dem öffentlichen Sektor, die bislang wenig publik geworden sind.

Gerade im öffentlichen Sektor wurde in der Vergangenheit ausgiebig Gebrauch von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten gemacht, sprich auf Kosten von Arbeitnehmern eingespart und gleichzeitig schnellte der Schuldenberg der Bundesrepublik Deutschland von einem Rekord zum nächsten. Hier zeigt sich deutlich wie bewusst sich Politik und Verwaltung sich ihrer Vorbildfunktion sind. Wie will man von Unternehmen etwas einfordern, dass man selbst ansatzweise nicht einmal vorlebt? Warum sollten sich Manager und Vorstände anders verhalten als es vorgelebt wird?

Das die Politik handeln muss ist klar, denn auf diese Art kann und wird keine vernünftige Alterssicherung möglich sein und die Kosten für die Grundsicherung werden wohl weiter exorbitant ansteigen, während der Ertrag des Wachstums dann auf Konten in Steuerparadiesen vor dem Zugriff des gierigen Michels geschützt wird.

Um es mit den Worten von Christian Wulff zu sagen: “ Wer möchte in einem Land leben, in dem man von seiner Hände Arbeit nicht einmal in Würde leben kann?“

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coco