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Sind die Bienen noch zu retten?

Sind die Bienen noch zu retten lautet der Beitrag von Biene Maja indem sie einen interessanten Filmbeitrag vom SWR verlinkt. Dieser ist zwar schon ein klein wenig älter aber auch heute noch brandaktuell.
Die Probleme des Pflanzenschutzes betreffen nicht nur die Biene sondern auch viele andere Individuen und letztendlich wird das was kurzzeitig nützt am Ende mehr Schaden als Nutzen bringen. Was wir heute „sparen“ werden unsere Kinder und Enkelkinder zukünftig teuer bezahlen müssen.
Das die Landwirtschaft Neonicotinoide braucht um die Weltbevölkerung zu ernähren halte ich angesichts der Mengen an Lebensmitteln die wir wegwerfen für ein Gerücht, zumal einige Studien auch keine messbaren Ertragssteigerungen durch diese Mittel nachweisen konnten.. Einige Studien kamen sogar zu gegenteiligen Ergebnissen, nämlich dann wenn sich Resistenzen gegen die Mittel gebildet hatten. Dies trifft auch auf Genmanipulationen zu und in den USA geht man daher wohl gerade den umgekehrten Weg und nimmt, auch weil es billiger ist, wieder ungebeiztes Saatgut.
Die Lobby der Agrar und Lebensmittelindustrie läuft netzweit derzeit zu Hochtouren auf um das zeitweilige Verbot von drei Wirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide zu kippen. Wir, die Verbraucher sollten uns davon jedoch nicht blenden lassen, denn billige Produkte sind die Probleme der Zukunft.
Nicht nur die Verbraucher sind aufgerufen durch umsichtiges Konsumverhalten zu handeln sondern auch die Politik muss ihre Hausaufgaben machen und die bisherige Subventionspraxis grundlegend überdenken. Förderfähig muss und darf nur eine Landwirtschaft sein, die auch die Nachhaltigkeit in ihrem wirtschaften integriert hat. Dies trifft heute größtenteils auf die meisten kleinen und mittleren Betriebe zu. Die Argraindustrie sollte außen vor bleiben.

Liebe Grüße
coco

Biene Maja und Willi?

Biene Maja und Willi waren schon immer ein ungleiches Paar, das die jetzt allerdings auch schon bloggen und da noch unterschiedlicher sind als in den Geschichten die Viele von uns noch aus Kindheitstagen kennen ist wohl neu.
Bauer Willi hat sich ja mit einer Wutrede an die Öffentlichkeit gewand und auch wenn seine Systemkritik im Ansatz berechtigt ist, so zeigt es deutlich die eigentlichen Verursacher.
Bauer Willi verkauft anscheinend sein Getreide schon lange vor der Ernte und kann somit nicht mehr auf Preisschwankungen bei seinen Betriebsmitteln, in dem Falle Dünger reagieren. Beim Durchschnittsspekulanten würde man sagen er hat sich schlicht verzockt? Das System Rohstoffbörse hat sich nicht der Verbraucher ausgedacht und somit kann und darf Bauer Willi ihn dafür auch nicht kritisieren. Zumal dann nicht wenn er sich freiwillig diesem System anschließt, unterwirft und Teil der Agrarindustrie wird. Spekulationen mit Lebensmitteln sollten nicht nur bei Banken getadelt werden!
Ähnlich geht es wohl seinen Nachbarn, dessen Erfolg von seinem Abnehmer in keinster Weise honoriert wird. Auch dieser hat sich freiwillig und aus freien Stücken dem System angeschlossen das ihn sowohl bei Erfolg, als auch bei Misserfolg bestraft. Ein System was sich imaginäre Sicherheit gut bezahlen lässt.
Ich würde verstehen wenn Bauer Willi dieses System kritisiert, doch leider nennt er es nicht einmal beim Namen sondern drischt feste auf den Verbraucher ein, weil Geiz halt geil ist. So geil ist das nicht wenn man sich die Gewinnspanne des Verarbeiters anguckt, denn in den seltensten Fällen wird der Kostenvorteil an den Endkunden weitergegeben sondern landet in den Taschen der Aktionäre bzw. Unternehmer.
Da weder Erzeuger noch Verbraucher Profiteure dieses Systems sind muss man schon fragen warum man es unterstützt? Dem Verbraucher sind vielfach die Hände gebunden, denn außer den Discountern findet er wenig Möglichkeiten. Wochenmärkte gibt es vielfach schon nicht mehr und somit kämen die Verbraucher gar nicht in den Genuß von Lebensmittel von Bauer Willi. Er bietet sie erst gar nicht an?