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Eurokrise – war da was?

Eurokrise, die Angst ist zurück titelt der Spiegel in seiner Onlineausgabe. Wieso ist die Angst zurück? Die Krise war nie weg, sie wurde lediglich von der Politik weggeredet und von dem Herrn Draghi kosmetisch aufbereitet.
Nach wie vor ist die Politik ein Getriebener der Märkte und kaum hüstelt der DAX ein wenig verfällt die EZB sowie die Politik in Aktionismus um die Gelder der Heuschrecken zu sichern. Welche realren Gegenwerte bieten Gebilde wie facebook oder Zalando? Zalando ist defizitär und erwirtschaftet bislang keine Gewinne. Man muss also schon derb mit der Muffe gepufft sein um sein mühsam Erspartes in derartiges zu stecken.
Virtuelle Güter werden an den Börsen zu Mondpreisen gehandelt und wer sich auf derlei Konstrukte, von Bänkern ala Goldman Sachs geschnürt, einlässt dem muss bewusst sein das er totalen Schiffsbruch erleiden wird.
Wenn die EZB nun plant auch noch die restlichen Schrottpapiere der Banken aufzukaufen und diese von den Risiken zu entlasten, dann verkommt sie restlos zur Bad Bank und wird ihrem Auftrag nicht mehr gerecht.
Das die Richter vom EuGH ein Urteil im Sinne der Bürger fällen ist zwar zu hoffen, aber nicht zu erwarten, denn dann bricht das Pseudo Gebilde gänzlich zusammen.
Wenn die Politik über ihre Verhältnisse lebt dann muss ihr Grenzen aufgezeigt werden. Man muss nicht in die Ferne schweifen, denn auch in Deutschland gibt es die besten Beispiele für sinnlose Steuerverschwendung. Im Grunde genommen stellen viele der im Schwarzbuch der Steuerzahler aufgelisteten Fälle schon eine besondere Form der Untreue dar, denn die Politik bzw. die Verwaltung setzt nicht ihr eigenes Geld in den Sand sondern unsere Geld, dass sie normalerweise nur zu verwalten hat. In jedem kleinen Verein ist der Vorstand zu entlasten, nur Politik und öffentlicher Dienst kann schalten und walten ohne in Regress genommen zu werden.
Hier sollte dringend gehandelt werden und nicht das Vermögen der Heuschrecken in irgendeiner Form zu sichern. Wer zockt muss sich des Risikos bewusst sein und mit der Tatsache leben können im Zweifelsfall alles verlieren zu können und nicht in der draghischen Hängematte zu landen.

Fazit: Nicht der Euro steckt in der Krise sondern die Finanzjongleure manövrieren ihn dorthinein!