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Zwischenbilanz Ukraine – Konflikt

Betr: Zwischenbilanz Ukraine – Konflikt

Sehr geehrte Redakteurinnen und Redakteure der ARD, sehr geehrter Herr Dr. Kai Kniffke,
einige Gesichter sind ja auf der Blogseite von Tagesschau.de vertreten, andere der 30 bleiben unerkannt. Sicher scheint nur das der Beitrag über die Berichterstattung über den Bürgerkrieg in der Ukraine im Namen aller verfasst wurde.
Auch ich bin ein Kritiker ihrer Berichterstattung zu dem Thema, die ich für tendenziös und einseitig halte und dennoch kam ich nicht auf die Idee mir nicht bekannte Personen als arrogante Dumpfbacken abzustempeln.
Sie habe mit ihren Blogbeitrag einen Anfang zur Selbstkritik geleistet, was mir insbesondere fehlt ist der Umstand das Agenturberichte eins zu eins wiedergegeben wurden oder auch Veröffentlichungen aus anderen Medien, wie twitter oder facebook ungeprüft veröffentlicht wurden. Anderes, was nicht so recht ins Bild passte wurde, wenn überhaupt, erst am Ende eines Beitrages erwähnt. Ihnen als Redaktion sollte bekannt sein, dass vielfach Nachrichten am Ende eines Beitrages nicht wahrgenommen werden.
Tenor einer jeden Meldung und auch Nachrichtensendung war das präsentieren eines Schuldigen in Form von Russlands Präsidenten Putin um die von der Bundesregierung mitgetragenen Sanktionen zu rechtfertigen. Dies ist aber weit von Ihrer eigentlichen Aufgabe entfernt und so auch nicht aus dem Medienstaatsvertrag abzuleiten. Sicher steht auch Ihnen eine eigene Meinung zu, in einem Nachrichtenmedium sollte diese allerdings nicht in den Schlagzeilen sondern in den Kommentarspalten ihren Platz finden.
Auch auf ihrer Internetpräsenz befindet sich ein Forum in dem User ihre Meinung austauschen können. Vielfach finden sich dort Beiträge, die sich klar von ihrer Berichterstattung und darin vorherrschenden Meinung unterscheiden und die Beitragsautoren wurden wegen ihrer abweichenden Meinung oftmals als „Putin-Trolle“ diffamiert. Ich hätte mir von einem Medium wie der Tagesschau gewünscht das man hier lenkend eingegriffen hätte. Es wäre ein leichtes gewesen anhand der Server-Protokolle nachzuprüfen ob hier tatsächlich, wie erstmals von der sueddeutschen Zeitung veröffentlicht, bezahlte Schreiber aus Russland am Werk waren. Übrigens steht hier auch die Süddeutsche Zeitung am Pranger, denn einen Beleg dafür dass von Moskau bezahlte Schreiber am Werk sind hat auch diese Zeitung nicht geliefert.
Insgesamt erweckt die Deutsche Medienlandschaft den Eindruck das man bewusst Meinungsbilder geschaffen hat um einen Politikstil zu rechtfertigen. Traurig genug das man nun nach Einschalten des Medienrates um Schadensbegrenzung bemüht ist!
Mit freundlichem Gruß
C. Voss