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GDL-Chef Weselsky kocht

GDL-Chef Weselsky kocht vor Wut? Dann sollte sein Platz besser in der Küche und nicht an der Spitze einer kleinen Gewerkschaft sein.
Der Notfahrplan der Bahn ist durchaus nachvollziehbar und auch der frühe Beginn der Maßnahme. Hier hat sich das Management lernfähig gezeigt, denn es konnten nicht wie in früheren Arbeitskämpfen Züge auf den Gleisen positioniert werden um Strecken gänzlich lahmzulegen und einen 100 prozentigen Stillstand zu provozieren.
Weselsky ist ohnehin ein Mann der Widersprüche, denn neben einer 5% Lohnerhöhung streikt man für eine Arbeitsverkürzung um zwei Stunden und das wo die Überstunden der Lokführer nach eigenem Bekunden ausufern. Wäre eine Kernforderung nach mehr Personal dann nicht sinnvoller?
Eine überzeugende Figur hat Claus Weselsky bei seinen jüngsten Fernsehauftritten ohnehin nicht gemacht und seinen Kritikern aus Politik und Wirtschaft hat er keine Argumente liefern können, die diesen Streik auch nur ansatzweise als gerechtfertigt erscheinen lassen.
Geht es am Ende doch nur um die Erweiterung des Machtbereiches einer kleinen Spartengewerkschaft? Wie wäre ein Betrieb der Bahn möglich wenn jede Berufsgruppe eine eigene kleine Gewerkschaft ins Leben rufen würde? Die Berufsgruppen bei der Bahn sind zu sehr verwoben und darum scheint das Argument nach einer gesamtbetrieblichen Arbeitnehmervertretung schlüssig.
Da Weselsky dies aber kategorisch ablehnt muss ernsthaft hinterfragt werden in wie weit es Arbeitnehmerinteresse sein kann den eigenen Betrieb kaputt zu streiken.
Weitere entscheidende Frage ist, wie dialogfähig die GdL überhaupt ist, denn einen Dialog mit dem Bahnvorstand bekommt sie nicht hin und offensichtlich auch nicht mit der EVG!