Volles Vertrauen

Volles Vertrauen aus Merkels Munde hat in der letzten Zeit den ein oder anderen den Kopf gekostet und darum möchte kaum einer in der Riege derer sein, die Mekels Vertrauen genossen. Ob sich Siegmar Gabriel darüber freuen sollte dass ihm die Bundeskanzlerin rein formal den Rücken deckt?

Im Allgemeinen zeigte die Vergangenheit eher dass es ein Grund zur Beunruhigung sein sollte. Wie man es dreht oder auch wendet, aus der Nummer Edathy kommt Gabriel nur sehr schwer und auch nicht ohne Glaubwürdigkeitsverlust heraus. Die Argumente von Herrn Lauterbach, er hätte sich Oppermann offenbaren müssen wegen der anstehenden Personalentscheidung sind nicht nachvollziehbar, da laut Angaben der SPD-Spitze die Funktionsträger erst nach einem positiven Mitgliederentscheid getroffen werden sollten. Folgt man den Ausführungen von Lauterbach, dann müsste es an der SPD-Basis derzeit gewaltig grummeln, denn sollten die Ausführungen von Lauterbach, die er bei Günther Jauch machte, stimmen, dann hätten Gabriel und der SPD Vorstand die eigenen Mitglieder belogen, denn die Personalien hätten vor dem Entscheid bereits festgestanden.

Ferner kann nicht nachvollzogen werden warum Parteichef Gabriel eine Ablehnung detailliert hatte begründen müssen.

Die GroKo, gerade einmal zwei Monate im Amt hat künftig wohl ein massives Problem, denn die Vertrauensbasis ist massiv gestört. Wer möchte oder besser gesagt könnte Herrn Gabriel denn noch etwas anvertrauen ohne Befürchten zu müssen das Inhalte eines Vieraugengespräches öffentlich werden?

Ob allein der Austausch von Personal eine vertrauensbildende Maßnahme darstellt bleibt den Protagonisten überlassen, denn das Gesamtbild der Sozialdemokraten wirkt in weiten Teilen desolat. Ein Spiegel der Gesellschaft ist der Parteienfilz, der auch in anderen Parteien zu finden ist allerdings nicht.

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coco

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